Umfrage: IG Metall und AStA ermittelten, ob Studenten Wolfsburg für einen attraktiven Hochschulstandort halten – mit erschreckenden Ergebnissen.
Die Umfrage fand im Herbst 2009 statt, 763 von rund 2500 Studenten gaben den Fragebogen zurück. Die meisten davon waren im ersten bis dritten Semester. Die Fragen bezogen sich auf die Hochschule, auf Wolfsburg und auf Interessenvertretung.
Ergebnis: Ein Drittel der Studenten gab an, „ausgebrannt“ zu sein. „Das sind alarmierende Zahlen“, befand Dr. Frederic Speidel (IG Metall). Auch zur Stadt gab es drastische Äußerungen: 72 Prozent können es sich nicht vorstellen, nach dem Studium in Wolfsburg zu bleiben. Das Leben sei zu teuer, sagen sie. Es fehle ihnen auch ein studentisches Angebot an Kneipen, Kultur und Sport sowie ein zentraler Campus. Pendler bemängelten zudem die Parksituation.
IG-Metall-Chef Frank Patta betonte, dass Stadt, VW und Ostfalia ihre Bereitschaft zeigen, sich mit Studenten an einen Tisch zu setzen. Speidel: „Wir müssen Studierende aktivieren, das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.“ Doch AStA-Vorsitzender Joshua Südow wandte ein: „In der Regelstudienzeit hat man keine Zeit dafür.“
mbb
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